Mit einer Feierstunde wurde Ende Mai das Sport- und Freizeitgelände im ehemaligen Kalksteinbruch in Kallstadt offiziell eingeweiht. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie viele Jugendliche und Unterstützer nutzten die Gelegenheit, auf die Entwicklung eines Projektes zurückzublicken, das heute als gelungenes Beispiel für gelebte Bürgerbeteiligung gilt.
Die Grundlage für das Projekt wurde im Rahmen der Dorfmoderation 2020 gelegt. Damals formulierten insbesondere Kinder und Jugendliche den Wunsch nach einem modernen Treffpunkt für Sport, Bewegung und Begegnung. Aus diesen Ideen entstand Schritt für Schritt ein Freizeitgelände, das heute von Menschen aller Generationen genutzt wird und längst zu einem festen Bestandteil des Kallstadter Dorflebens geworden ist.
Das Gelände bietet vielfältige Möglichkeiten für Freizeit- und Breitensport. Neben einem Fußballfeld stehen unter anderem eine Skateranlage, ein Basketballfeld, Beachvolleyballfeld, Boulebahn, Calisthenics-Anlage sowie Lauf- und Sprunganlagen zur Verfügung. Die besondere Lage im ehemaligen Kalksteinbruch verbindet Sport und Natur auf einzigartige Weise und schafft einen attraktiven Aufenthaltsort mit Blick auf Weinberge und Rheinebene.

Ermöglicht wurde die Umsetzung durch das Zusammenspiel von Fördermitteln, Spenden und ehrenamtlichem Engagement. Über das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union konnten rund 160.000€ Fördermittel eingeworben werden. Einen wesentlichen Beitrag leistete zudem die Alfred und Maria Henninger Stiftung mit einer Förderung von über 30.000€. Mit diesen Mitteln konnte der ehemalige Unterstand zu einem modernen Begegnungsraum umgestaltet werden. Der überdachte Treffpunkt dient heute Sportlerinnen und Sportlern, Vereinen oder
Schulklassen als Begegnungsstätte. Ergänzt wurde die Finanzierung durch größere und kleinere Einzelspenden aus Kallstadt und der Region. Besonders hervorzuheben ist das große ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der Nutzergruppen des Geländes. Zahlreiche Helferinnen und Helfer haben in den vergangenen Jahren durch Arbeitseinsätze und laufende Pflegearbeiten dazu beigetragen, dass die Anlage nicht nur realisiert werden konnte, sondern auch dauerhaft in einem sehr guten Zustand erhalten wird. Dadurch liegen die laufenden Unterhaltskosten bis heute deutlich unter den ursprünglich kalkulierten Ausgaben.
In seinen Grußworten bezeichnete Ortsbürgermeister Thomas Jaworek das Sport- und Freizeitgelände als sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und langfristig an deren Umsetzung arbeiten. Das Gelände sei heute weit mehr als eine Sportanlage – es sei ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Gemeinschaft.

In Ihren Grußworten erinnerte Elke Schanzenbächer an den Wandel der Sportanlage und die heutige Bedeutung für den Schul- und Breitensport sowie die Zugänglichkeit des Geländes für den Freizeitsport.
Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Jürgen Oberholz, war beeindruckt von dem Ergebnis. „Dieser Sportplatz ist ein Gewinn für die gesamte Verbandsgemeinde. Ein lebendiger Treffpunkt für sportliche Aktivitäten, der Menschen über Ortsgrenzen hinweg verbindet. Die Nutzung durch die benachbarten Dörfer zeigt, wie wichtig solche Orte für den Zusammenhalt in unserer Region sind.”
Der Ortsgemeinderat und der Gemeindevorstand danken allen Förderern, Spendern, Unterstützern und ehrenamtlich Engagierten, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

