Bundesweiter Warntag am 10.09.2026


Der bundesweite Warntag hat zum Ziel, Bürgerinnen und Bürger über Warnsysteme zu informieren und für Notfallvorsorgemaßnahmen zu sensibilisieren. Hierbei sollen Warnprozesse transparenter gemacht werden, die verfügbaren Warnmittel (z.B. Warn-Apps, digitale Werbeflächen, Cell Broadcast, Sirenen) ins Bewusstsein gerückt sowie notwendiges Wissen zum Umgang mit Warnungen vermittelt werden, um die Bevölkerung in ihrer Fähigkeit zum Selbstschutz zu unterstützen.

Angesichts von Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen Gefahren soll die Bevölkerung im Ernstfall schnell und zuverlässig gewarnt werden. Um die digitalen Warnmittel wie Warn-Apps oder andere Benachrichtigungsdienste zu ergänzen, setzt man vielerorts wieder verstärkt auf analoge Warnsysteme. Besonders Sirenen spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie unabhängig von Smartphones und Mobilfunknetzen eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig erreichen können. 

Die Verbandsgemeinde Freinsheim entwickelte ein Sirenenwarnsystem und installierte in allen acht Ortsgemeinden moderne elektronische Sirenenanlagen, die auch dann alarmieren können, wenn andere Kommunikationswege ausfallen. Um am diesjährigen bundesweiten Warntag teilnehmen zu können, wurden die Anlagen am 29. August vorab erfolgreich getestet.

Um 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine zentrale Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) aus. Diese erreicht angeschlossene Warnmultiplikatoren wie die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie Cell-Broadcast-Nachrichten, die über das Mobilfunknetz verbreitet werden. Parallel dazu aktivieren Kommunen im Landkreis selbstständig ihre Sirenen mit Warntönen. Gegen 11.45 Uhr erfolgt die Entwarnung. 

Die Bevölkerung wird gebeten, am Warntag auf die verschiedenen Warnsignale zu achten und sich über die verfügbaren Kanäle zu informieren. Wer eine Warn-App wie NINA oder KATWARN auf dem Smartphone installiert hat, erhält die Warnmeldung direkt auf das Endgerät. Cell Broadcast erreicht darüber hinaus fast alle Mobiltelefone im Gefahrengebiet – unabhängig von einer installierten App.Das BBK bittet nach der Entwarnung um Teilnahme an einer bundesweiten Umfrage, bei der es in erster Linie um die handybasierte Warnung geht. Zu dieser Umfrage geht es über den Link www.warntag-umfrage.de. Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag und zu den Warnmitteln bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe online unter www.bbk.bund.de.

Quelle: BBK - Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
BBK-Ratgeber Vorsorge für Krisen und Katastrophen, PDF
Bundesweiter Warntag_210x270mm.indd