Seit 50 Jahren in Freinsheim: Autohaus Fischer


Mehrmals im Jahr besucht Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld Betriebe im Landkreis, um sich vor Ort über deren Entwicklung, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zu informieren. Begleitet von Bürgermeister Jürgen Oberholz führte ihn sein Weg diesmal zum Autohaus Fischer nach Freinsheim.

Seit mittlerweile 50 Jahren ist das Unternehmen in Freinsheim ansässig. Was einst als Landmaschinenhandel begann, entwickelte sich zu einem modernen Autohaus und Vertragshändler für Citroën, DS, Mitsubishi, Fiat und seit dem 1. Oktober auch für Peugeot. Neben dem Hauptstandort in Freinsheim gibt es weitere Niederlassungen in Landau und Ludwigshafen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet derzeit zehn junge Menschen aus – acht in der Werkstatt und zwei im kaufmännischen Bereich.

V.l.n.r.: Sonja Zimmermann (Kreis DÜW), Philipp. Hengge-Fischer, Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Bürgermeister Jürgen Oberholz und Franz Fischer

Ein Thema des Gesprächs war die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität. Das Geschäft mit E-Fahrzeugen nehme spürbar zu. Staatliche Förderungen, teilweise zusätzliche Prämien der Hersteller, ein dichter werdendes Netz an Ladestationen und größere Reichweiten machten Elektrofahrzeuge für Kunden zunehmend interessant. Auch Wartung und Reparaturen der neuen Fahrzeuge werden in den eigenen Werkstätten durchgeführt. Dafür absolvieren die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen.

Auch die Verbandsgemeinde Freinsheim setzt bereits seit einigen Jahren auf Elektromobilität und hat ihren Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umgestellt. Bürgermeister Oberholz zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt sind auch wichtige Themen in der Kommunalverwaltung. Gleichzeitig schätzen wir einen zuverlässigen Service direkt vor Ort. Mit dem Autohaus Fischer haben wir dafür einen starken Partner in der Region.“

Nach wie vor ist das Autohaus Fischer ein Familienbetrieb. Beide Töchter und deren Ehemänner arbeiten im Unternehmen mit. Seniorchef Franz Fischer, inzwischen über 70 Jahre alt, ist weiterhin als Geschäftsführer aktiv. Die kurzen Wege und direkten Absprachen innerhalb der Familie sieht er dabei als großen Vorteil: „Wir können vieles direkt und unkompliziert miteinander besprechen und gemeinsam entscheiden. Gleichzeitig weiß ich, dass die nächste Generation das Unternehmen weiterentwickelt und seine Zukunft gesichert ist.“

Nicht nur der Vertrieb, auch die Wartung und Reparatur gehört zum Tagesgeschäft des Autohändlers

Zu diesen neuen Ideen gehört auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertrieb. Melanie Fischer berichtete von einer von einem deutschen Start-up entwickelten, speziell auf Autohäuser zugeschnittenen und datenschutzkonformen KI-Lösung. Sie kann beispielsweise dabei unterstützen, Fahrzeugmodelle und deren Eigenschaften anschaulich miteinander zu vergleichen und so die Beratung für neue Mitarbeiter erleichtern.

Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist für den Betrieb heute unverzichtbar. Der Glasfaseranschluss im Industriegebiet hat deshalb für das Autohaus eine wichtige Bedeutung: „Heute läuft vieles über das Internet – von unseren Systemen bis hin zu Schulungen. Eine schnelle und stabile Verbindung ist deshalb für uns inzwischen unverzichtbar“, so die Unternehmensleitung.

Landrat Ihlenfeld und Bürgermeister Oberholz dankten der Familie Fischer für den offenen Einblick in ihr Unternehmen. Auf die Frage, wo aus Sicht des Autohauses noch Verbesserungsbedarf bestehe, kam die Antwort prompt: Eine Online-Zulassungsstelle wäre „ganz oben auf der Wunschliste“.

Faszination Oldtimer: Landrat Ihlenfeld und Bürgermeister Oberholz nahmen gerne Platz im Citroën DS von 1970. 2005 fuhr Franz Fischer damit die Langstrecken-Rallye Vino miglia.