Wärmestreifen Deutschland 1881 - 2018 (DWD)
In den sogenannten "warming stripes" macht der britische Klimawissenschaftler Ed Hawkins den Temperaturanstieg auf der Erde mit einem Blick erfassbar.

Die Grafik visualisiert die Temperaturwerte für Deutschland (1881 – 2018) je nach Abweichung vom Durchschnittswert von dunkelblau (sehr kühl) über hellblau und hellrot bis dunkelrot (sehr heiß). Die "Wärmestreifen" für Deutschland zeigen deutlich, dass warme und heiße Jahre in jüngerer Zeit auch hierzulande erheblich zugenommen haben.

CO2-Bepreisung in Deutschland ab 2021


Die jährliche Abgabe pro emittierter Tonne CO2 beginnt mit 25 €/t im Jahr 2021, im Jahr 2025 ist der Preis auf 55 €/t festgelegt. Im Jahr 2026 soll er in einem Preiskorridor von 55-65 €/t liegen. Dazu wird in 2025 eine Evaluation der Emissionssituation in Deutschland stattfinden, aufgrund derer eine freie Preisbildung oder eine weitere feste Erhöhung der CO2-Abgabe erfolgen soll.


Bereich Wärme

Für einen privaten Haushalt mit einem Heizölverbrauch von 10.000 kWh oder 1.000 Liter würde dies eine Steigerung von 66,50 € im Jahr 2021 bedeuten. Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Mehrkosten für Heizöl und Erdgas über die ersten fünf Jahre.

Finanzielle Mehrbelastung der Energieträger Heizöl & Erdgas

Jahr

Mehrkosten bei 10.000 kWh Heizöl

Mehrkosten bei 10.000 kWh Erdgas

2021

66,50 €

50,50 €

2022

79,80 €

60,60 €

2023

93,10 €

70,70 €

2024

119,70 €

90,90 €

2025

146,30 €

111,10 €

 

Das Beispiel soll die Mehrbelastung der CO2-Bepreisung bei einem Haushalt mit einem Verbrauch von 10.000 kWh bzw. 1.000 Liter Heizöl verdeutlichen. Als Grundlage dieser und folgender Berechnungen dienen die Emissionswerte der BAFA (BAFA, Merkblatt CO2-Faktoren).

 

Abnehmer von Heizöl müssten somit mit Mehrkosten von insgesamt ca. 500 € über die ersten fünf Jahre der CO2-Bepreisung rechnen. Bei Erdgas würde es sich um ca. 380 € Mehrkosten über die fünf ersten Jahre handeln (Bezieher von Flüssiggas müssten mit 450 € zusätzlichen Aufwendungen im gleichen Zeitraum rechnen).

 

Bereich Verkehr

Der Autoverkehr wird ebenfalls mit einer Abgabe belastet. Dabei wird sowohl Diesel als auch Benzin teurer werden. Für das Jahr 2021 bedeutet dies eine Mehrbelastung von 6,5 bis 7 Cent pro Liter Brennstoff. Im Jahr 2025 hingegen kostet ein Liter bereits 13 bis 16 Cent mehr. Um dies zu veranschaulichen wird im folgenden Beispiel eine Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr angesetzt (Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, Verbrauch von 8 Liter auf 100 km). Demnach würden die dafür benötigten 1.200 Liter Diesel oder Benzin im Jahr 2021 78 - 84 € Mehrkosten verursachen. Im Jahr 2025 wäre dies schon eine zusätzliche Belastung von 156 - 192 € pro Jahr.

 

Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Mehrkosten für Benzin und Diesel über die Jahre 2021 bis 2025 der an dem Beispiel mit 15.000 km Fahrleistung und 8 l Verbrauch pro 100 km auf. Spätestens ab dem Jahr 2027 soll es zu einem freien Markt für Zertifikatehandel kommen, welcher den Preis für Diesel und Benzin evtl. nochmals deutlich ansteigen lassen wird.

Finanzielle Mehrbelastung Treibstoffe Benzin & Diesel

Jahr

Mehrkosten bei 1.200 L Benzin

Mehrkosten bei 1.200 L Diesel

2021

71,40 €

85,08 €

2022

85,68 €

102,12 €

2023

99,96 €

119,04 €

2024

128,64 €

153,12 €

2025

157,20 €

187,20 €

 

EEG-Umlage

Entlastung soll für den Verbraucher beim Strompreis kommen. Die EEG-Umlage soll schrittweise verringert werden. Im Jahr 2020 betrug die EEG-Umlage beim Haushaltsstrom 6,756 ct/kWh. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie soll diese ab 2021 auf 6,5 ct/kWh abgesenkt und in 2022 auf 6,00 ct/kWh reduziert werden.